Handorfer Mühlenbach

 

Pressemitteilung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Holdorf (UWG)

UWG: Verlässliche Aussagen zum Überschwemmungsgebiet dringend nötig

Trotz Ergebnisse der Einwohnerbefragung Planungskosten im Haushalt eingestellt

Mit Unverständnis reagiert die Unabhängige Wählergemeinschaft Holdorf (UWG) auf die Entwicklungen rund um das Thema Mühlenbach / Hochwasserschutz. Zwar hatte im November 2017 eine Einwohnerbefragung den Willen der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bekundet, dass der Verlauf des Mühlenbachs unverändert bleiben soll, und der Rat hatte beschlossen, sich fünf Jahre lang an dieses Votum zu halten. Trotzdem sind aber im aktuellen Haushaltsplan der Gemeinde Holdorf Planungskosten in Höhe von 50.000 Euro eingestellt. Diese sind für Büros vorgesehen, die einen Vorschlag der Bürgerinitiative, die die Einwohnerbefragung auf den Weg gebracht hatte, begutachten sollen.
„Das Paradoxe ist, dass Vertreter der Bürgerinitiative für die Einwohnerbefragung die Frage, Soll der Mühlenbach bleiben, wo er ist?‘ formuliert haben, jetzt aber selbst einen Vorschlag vorlegen, der mehrere Umleitungen des Bachs vorsieht“, erklärt Günther Weddehage, Vorsitzender der UWGRatsfraktion. Den Bürgerwillen ernst zu nehmen gehe anders. Außerdem entstünden so weitere erhebliche Kosten, nachdem die bislang nicht umgesetzten Planungen der vergangenen Jahre die Gemeinde schon weit mehr als 300.000 Euro gekostet hätten. „Hinzu kommt, dass die Vorschläge, die jetzt für teures Geld von weiteren Büros neu geprüft werden sollen, seit 2011 und später am `Runden Tisch Mühlenbach‘ mit der Bürgerinitiative schon mehrfach diskutiert worden sind“, sagt UWG-Ratsmitglied Bernard Schonhöft.
Inhaltlich berge der neue Plan die Gefahr, dass durch die sehr große Länge des neu angelegten Baches in Trockenzeiten der Bach häufig und völlig trockenfällt. Keinesfalls möchte die UWG außerdem dringend benötigte Bauplätze für eine Bachumlegung hergeben. Eine Enteignung von Bürgern mit Wohnungseigentum am Mühlenbach ist mit der UWG nicht machbar.
Zu all diesen Sachverhalten hat die UWG-Fraktion einen Fragenkatalog an Bürgermeister und Ratsvorsitzende gesandt. „Es geht um die Zukunft der Baugebiete und darum, dass die Bürgerinnen und Bürger im Überschwemmungsgebiet Klarheit darüber bekommen, welche Einschränkungen für ihre Wohngebäude und Bauvorhaben gelten“, betont Weddehage. „Auch zum Wertverlust ihrer Immobilien und zu möglichen höheren Versicherungsbeiträgen für Gebäude sind dringend verlässliche Aussagen seitens der Gemeinde nötig.
Nachdem mehr als zwölf Monate hinter verschlossenen Türen über das Vorhaben der Initiative diskutiert wurde, fordert die UWG unverzüglich eine öffentliche Diskussion in Form von Bürgerversammlungen. Da mit den neuen Plänen eine neue Diskussionsgrundlage besteht, ist aus Sicht der UWG außerdem eine erneute Befragung der Bürger nur konsequent. Terminlich könnte dies mit den anstehenden Europa- oder Bürgermeisterwahlen verknüpft werden. „Wir dürfen nach neun Jahren Diskussion die Bürger nicht länger im Regen stehen lassen – schließlich sind mehr als 100 private Grundstücke von dem Thema betroffen“, sagt Schonhöft

Lesen Sie mehr…http://www.uwg-holdorf.de/ueberschwemmungsgebiet-handorfer-muehlenbach/

2 Kommentare

    • Stefan Heidler on 4. April 2019 at 17:39

    Guter Kommentar – Planungskosten über Planungskosten und kein Ende in Sicht. Das Ganze verbunden mit null öffentlicher Information. Unglaublich…..

    • Matthias on 28. März 2019 at 1:42

    Ich habe eine Frage zum globalen Klimaschutz: Ist es überhaupt sinnvoll, zeitnah alle alten Autos aus der EU durch Elektroautos zu ersetzen, wenn diese alten Autos danach unkontrolliert lange außerhalb der EU in Osteuropa, Afrika und Asien weiterhin die Luft verpesten, wo es keine TÜV oder Abgas- Kontrollen gibt? Oder die alten Kohlekraftwerke in Entwicklungsländer zu exportieren, wenn sie hier nicht mehr erwünscht sind? Oder Kernkraftwerke in Saudi Arabien neu zu bauen, weil sie hier nicht mehr erwünscht sind? Ähnliches hat man früher auch mit den nicht mehr benötigten alten Panzern der DDR gemacht, sie einfach weiterverkauft und exportiert. Durch die aktuellen Maßnahmen verlieren wir immer mehr die Kontrolle über die Umweltverschmutzung. Die Probleme werden nur in andere Regionen unseres Planeten verlagert. Das hilft doch unserer Erde wenig.

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